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Arbeit & Soziales

Eltern verhaften – für ihre Kinder

In Neukölln werden Bußgelder gegen Eltern verhängt, deren Kinder zu oft die Schule geschwänzt haben. Viele sind zu arm, um die Strafen zu bezahlen und müssen deshalb sogar in Haft.

Das Bezirksamt Neukölln hat im Schuljahr 2016/17 insgesamt 447 Mal Bußgelder verhängt. Alle anderen elf Bezirke zusammen griffen 420 Mal zu diesem Mittel. 250 Neuköllner Eltern konnten das Bußgeld nicht bezahlen, weil sie schlicht zu arm sind. In 181 Fällen wurde daraufhin sogar Erzwingungshaft beim Amtsgericht beantragt.

Gegen das Schule Schwänzen, in der Amtssprache »schuldistantes Verhalten«, haben die Bußgelder bisher keine Wirkung gezeigt. Auch Haftstrafen für die Eltern haben die Kinder nicht in die Schule gebracht. Die Härte, mit welcher der Bezirk gegen arme Familien vorgeht, ohne nach den Ursachen von sozialen Problemen wie Schulschwänzen zu fragen, ist skandalös.

Skandalös: Haftstrafen für Schule schwänzen

Anstatt die Armen mit drakonischen Strafen zu belegen, sollte Neukölln, wie andere Bezirke, verstärkt auf sozialpädagogische Mittel setzen. Es ist nachweisbar, dass durch mehr Sozialarbeiter*innen an den Schulen und bessere Zusammenarbeit mit dem Jugendamt notorischem Schule Schwänzen erfolgreich entgegengewirkt werden kann.

die linke in der BVV Neukölln beantragt deshalb, dass Bußgelder und Haftstrafen gegen arme Familien beendet und »schuldistantem Verhalten« nur mit sozialpädagogischen Mitteln begegnet werden soll.

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Unparteiische Konfliktlösung in Reichweite

Am Neuköllner Jobcenter kommt es häufig zu Konflikten. Unter denen leiden vor allen Dingen die Leistungsbezieher*innen. Nun soll es eine Schlichtungsstelle geben.

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»Das Ziel ist einfach: Saubere Schulen«

Schulhausmeister Detlef Bading setzt sich mit der der Initiative „Schule in Not“ für eine Verbesserung der Schulreinigung ein. Neuköllnisch hat mit ihm über die Wertschätzung von Arbeit und über die Zustände an Berliner Schulen gesprochen

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»Kinder trauen sich nicht mehr aufs Klo«

Überlastete Lehrerinnen und Erzieher, wütende Hausmeister, prekär arbeitende Reinigungskräfte: Neuköllns Schulen sind in Not. Eine Bürgerinitiative will die drängenden Probleme angehen. Ihr erstes Projekt: Schulreinigung zurück in öffentliche Hand.

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Prekarität macht krank

Gesundheit hat mit der sozialen Situation zu tun – auf diesem Gedanken gründet das Gesundheitskollektiv. Auf dem Gelände der Kindl-Brauerei entsteht ihr neues Gesundheitszentrum. Neuköllnisch hat sich mit der Physiotherapeutin Shao-Xi Lu und der Ärztin Kirsten Schubert über das Projekt unterhalten.