Neukoellnisch Logo

Mieten & Wohnen

Enteignung wegen Eigenbedarf: Volksbegehren startet

Das Volksbegehren Deutsche Wohnen & Co enteignen beginnt in Bälde. Die Initiator*innen wollen den Senat zwingen, die enteigneten Wohnungen in eine öffentliche Gesellschaft zu überführen, die unter Mitsprache der Mieter*innen demokratisch verwaltet wird. Profite für private Investor*innen wären ausgeschlossen, die Mieten würden sinken.

Der vorläufige Beschlusstext sieht vor, alle Wohnungsgesellschaften zu enteignen, die über mindestens 3.000 Wohnungen verfügen. Das beträfe nicht nur die Deutsche Wohnen, sondern auch andere große Player wie Vonovia, Arkelius, ADO oder Grand City. Insgesamt wären ca. 200.000 Wohnungen betroffen.

Entsprechend groß ist die Angst bei den Immobilienhaien. Als »populistische Stimmungsmache« und »inflationäre Parolen« bezeichnen Wohnungsunternehmer und FDP die Initiative. Sie bezweifeln die Verfassungsmäßigkeit des Vorhabens. Ihr Argument: Der Schutz des Eigentums. Aber im Artikel 14 des Grundgesetzes heißt es deutlich: »Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig.« Damit dieses wegweisende Vorhaben gelingt, muss die Initative in der ersten Stufe 20.000 Unterschriften von wahlberechtigten Berliner*innen sammeln.

Weitere Informationen: dwenteignen.de

Sorry, there is no ALT-Text for this image yet.

Mieten & Wohnen

Gropiusstadt rückt zusammen

Seit 2018 schließen sich in Gropiusstadt Mieter*innen zusammen, um gegen dreiste Methoden von Deutsche Wohnen und Gropiuswohnen vorzugehen. Mittlerweile ist ein kleiner Kreis von Aktiven zum Mietentisch geworden.

Sorry, there is no ALT-Text for this image yet.

Mieten & Wohnen

»Mein Herz sagt Nein«

Seit ihrer Geburt wohnt Münevver Cansever in Neukölln, seit 1999 in Gropiusstadt. Nun steht die gelernte Schneiderin und Hauswirtschafterin vor einem Problem: Ihr Vermieter hat eine Mietsteigung von 230€ angekündigt. Eine Neuköllner Geschichte.

Sorry, there is no ALT-Text for this image yet.

Mieten & Wohnen

»Ich bin mein Leben lang noch nicht aus einer Wohnung rausgegangen und ich werde auch jetzt nicht gehen.«

In den Jahren 1962-75 entstand im Süden Neuköllns die Gropiusstadt. Die von Walter Gropius geplante Großwohnsiedlung besteht aus rund 18.500 Wohnungen – 90% davon wurden als Sozialbauwohnungen errichtet. Bis vor Kurzem blieb dieser Stadtteil von der Verdrängung verschont. Nun beginnen auch hier Investoren und Eigentümer, die Mieten zu erhöhen. Aber viele wehren sich – wie die Urneuköllnerin Anneliese Lungewitz.

Sorry, there is no ALT-Text for this image yet.

Mieten & Wohnen

Vom Haustürgespräch zur Mietenini

Linke sollten häufiger raus aus ihrer Blase, findet Susanne Steinborn. Deswegen organisiert sie in Gropiusstadt gemeinsam mit Mieter*innen und LINKE-Mitgliedern Widerstand gegen steigende Mieten. Über Organisierung bei Kaffee und Kuchen und Politik an der Haustür.