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Mieten & Wohnen

Milieuschutz – ein zahnloser Tiger?

Als Anfang August ein Miethaus in der Elbestraße an eine große Immobiliengesellschaft verkauft wurde, gründeten die Mieter*innen die Hausgemeinschaft ELWe44, um sich gegen drohende Verdängung zu wehren.

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a sich das Haus in einem Milieuschutzgebiet befindet, wurde das Bezirksamt eingeschaltet. Die Hoffnung: Das Amt könnte sein Vorkaufsrecht nutzen. Die Bewohner hatten sich schon um eine Genossenschaft als Käufer gekümmert. Doch der neue Eigentümer schloss mit dem Bezirksamt eine Abwendungsvereinbarung ab. In diesem Fall ist ein Verkauf rechtlich nicht möglich. Inhalt der Vereinbarung: Keine Umwandlung der Mietwohnungen in Eigentumswohnungen für 20 Jahre bzw. solange der Milieuschutz gilt. Und eine Begrenzung der Mieterhöhungen. Die Neuköllnisch im Gespräch mit einemHausbewohner.

Ist die Abwendungsvereinbarung ein Erfolg?

Nein, wir Mieter*innen sehen das nicht so: Zwei Monate aktives Organisieren, Bemühen um eine Genossenschaft und öffentlicher Druck haben es nicht geschafft, den Kauf des Hauses durch einen stadtbekannten Investor abzuwenden. Das Vorkaufsrecht ist scheinheilig. Unsere Kneipe und der Boxenladen sind nicht geschützt, sie werden als erste gehen müssen. Der neue Eigentümer wird Geld verdienen wollen.

Welche weiteren Aktivitäten sind geplant?

Wir sind jetzt erst mal recht KO, nach zwei Monaten Aktivitäten, neben dem Job! Trotzdem versuchen wir uns wieder aufzustellen. Das Haus in der Urbanstr. 66, wo ein Freund von mir wohnt, wurde zum Beispiel gerade verkauft. Wir helfen ihm gerade mit unseren Erfahrungen. Außerdem sind wir jetzt gut vernetzt mit anderen Häusern und Gruppen. Wir denken: Man kann die Stadt nur von unten denken und ändern.

Joachim Haske

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Milieuschutz von unten

Zwei Monate lang kämpfte die Schöneweider20 für die Ausübung des Vorkaufsrechts. Am Ende unterschrieb der Käufer doch die Abwendungsvereinbarung. Ein Gespräch mit der Hausgemeinschaft über Organisierung und Solidarität.

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Deckel drauf!

Wie der Senat mit einem neuen Gesetz den Mietenwahnsinn nun endlich stoppen will – und warum das erst der Anfang ist.

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Hobrechtstraße 59 wehrt sich!

Im März erwarb ein privater Investor das Haus in der Hobrechtstraße 59. Die Mieter*innen schlossen sich zusammen, um für die Anwendung des Vorkaufsrechts zu kämpfen – mit vorläufigem Erfolg.

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Erfolg für Mietini im Reuterkiez

Bis zu 330€ Mieterhöhungen kündigte der Eigentümer im August 2017 den Mieter*innen am Maybachufer Ecke Manitiusstraße an. Um sich zu wehren, gründeten sie die Initiative „Mani & May“. Mit Erfolg: Die Erhöhungen wurden zurückgenommen.