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Mieten & Wohnen

Neuköllner Enteignungspotenzial

Über 35.000 Menschen waren im April bei der großen Berliner Mietendemo. Ihre Forderung war klar: keine Wohnungen mehr für Deutsche Wohnen und Co. Denn Wohnungen gehören in die Hand gemeinwohlorientierter Wohnungsbaugesellschaften. Auch in Neukölln gibt es viele Möglichkeiten.

Nur LWU bietet Sicherheit für Mieter*innen

In Berlin und Neukölln ist die Deutsche Wohnen (DW) der größte private Immobilieninvestor. Sie besitzt unter anderem mehrere 15-stöckige Hochhäuser in der Gropiusstadt und großflächige Bestände in Britz zwischen Blaschkoallee und Gutschmidtstraße mit vielen Mietparteien. Im Netz werden von der DW ganze „Eigentumswohnungspakete“ als Kapitalanlage angeboten.

Auf Druck von allen Seiten hat sich die DW darauf eingelassen, soziale Mantelverträge mit dem Bezirksamt abzuschließen, die Mieter*innen bei einer Wohnungsmodernisierung nicht schlechter stellen sollen als in einem landeseigenen Wohnungsbauunternehmen (LWU). Ob sie sich daran halten wird, weiß niemand. Trotzdem: für die Gropiusstadt und Britz ein wichtiger Schritt. Die Mieter*innen werden die Vereinbarungen im Büro am Hufeisen einfordern.

Gleichzeitig hat die DW gegen den Mietspiegel 2015 und gegen die Verhinderung des Kaufs der Karl-Marx-Allee durch den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg geklagt. Rechtssicherheit böte nur eine Übernahme ihrer Wohnungsbestände durch ein LWU. Damit deren Mieten für alle bezahlbar werden, müssen auch die Landeseigenen reformiert werden.

Akelius und Conle: Wucher und Leerstand

Die Bestände von Akelius liegen in Nordneukölln. Der Lichtenberger Bürgermeister Michael Grunst (DIE LINKE) hat Akelius wegen hoher Mietforderungen nach Modernisierung von über 17,-/qm kalt zum Gespräch einbestellt. Ihm hat Akelius zugesagt, dass kein Mieter aufgrund von Modernisierungen ausziehen muß. Das fordern wir für die Neuköllner Akelius-Bestände auch.

Aktuell steht Conle im Fokus: eine milliardenschwere deutsch-schweizer Investorenfamilie, die ihr Geld zunächst mit Sozialwohnungen im Ruhrgebiet und in Hamburg gemacht hat. In der Nachkriegszeit gab es in Duisburg Anklagen wegen Betrug. Die inzwischen international agierende Firmengruppe hat die AfD – verdeckt und damit illegal – mit Großspenden unterstützt.

Beide haben sich damit einmal mehr diskreditiert. Wohnungen läßt die Gruppe herunterkommen oder vor Sanierung jahrelang leerstehen. In der Neuköllner Wipperstr. 5 wurde im unvermieteten Haus der ehemalige Kohlenladen symbolisch als Wohnung für Obdachlose eingerichtet. Wir brauchen Wohnraum statt polizeilicher Räumungen. Wer übernimmt die Wipperstr. 5?

Bezahlbare Wohnungen für Neukölln

Berlin hat einen Ankauffonds mit 150 Mio. Euro eingerichtet. Laut Finanzsenator Kollatz soll sich der Kaufpreis an den Mieteinnahmen bzw. dem Verkehrswert orientieren. Käufe in Milieuschutzgebieten haben Vorrang. Ganz Nordneukölln und Teile des Südens stehen unter Milieuschutz oder werden umstrukturiert. DIE LINKE möchte hier zunächst die GEHAG-Siedlungen zum Rückkauf von DW und Gropiuswohnen anmelden. Es kann auch für weniger als zum Verkehrswert sein - zu einem symbolischen Preis von einem Euro.

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Mieten & Wohnen

Milieuschutz von unten

Zwei Monate lang kämpfte die Schöneweider20 für die Ausübung des Vorkaufsrechts. Am Ende unterschrieb der Käufer doch die Abwendungsvereinbarung. Ein Gespräch mit der Hausgemeinschaft über Organisierung und Solidarität.

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Mieten & Wohnen

Deckel drauf!

Wie der Senat mit einem neuen Gesetz den Mietenwahnsinn nun endlich stoppen will – und warum das erst der Anfang ist.

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Mieten & Wohnen

Hobrechtstraße 59 wehrt sich!

Im März erwarb ein privater Investor das Haus in der Hobrechtstraße 59. Die Mieter*innen schlossen sich zusammen, um für die Anwendung des Vorkaufsrechts zu kämpfen – mit vorläufigem Erfolg.

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Mieten & Wohnen

Erfolg für Mietini im Reuterkiez

Bis zu 330€ Mieterhöhungen kündigte der Eigentümer im August 2017 den Mieter*innen am Maybachufer Ecke Manitiusstraße an. Um sich zu wehren, gründeten sie die Initiative „Mani & May“. Mit Erfolg: Die Erhöhungen wurden zurückgenommen.