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Aus dem Neuköllner Rathaus

Psychiatrischer Notdienst geschlossen

Äußerst schlechte Nachrichten für die Neuköllner Gesundheitsversorgung gab es im Juli. Stadtrat Falko Liecke (CDU) strich den Not- und Krisendienst beim Neuköllner Sozialpsychiatrischen Dienst (SpD). Diesen konnten bisher Polizei und Feuerwehr bei Einsätzen beanspruchen, um in heiklen Situationen mit psychisch kranken Personen fachkundige Unterstützung zu bekommen. Dass Psycholog*innen in solchen Fällen vor Ort deeskalierend wirken, kann eine Frage von Leben und Tod sein, wie die zahlreichen Fälle von durch Polizei-Interventionen getöteten psychisch kranken Personen zeigen. Der Grund für die Schließung des Notdienstes: Nur drei von sechs Stellen seien besetzt, eine ordentliche Versorgung sei daher nicht mehr zu gewährleisten. Ähnliche Probleme gibt es bei den Amtsärzten. Auch diese Stellen können seit Jahren aufgrund von Unterbezahlung nicht besetzt werden.

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Direkte Demokratie – und ihre Abwehr