Neukoellnisch Logo
Ladenfenster, Blick in einen leeren Laden, Infozettel zu Corona informiert über Schließung und mögliche Lieferungen und Abholungen. Credit: Erik McLean via Unsplash.com

Corona

Nicht auf unserem Rücken!

Die Wirtschaftskrise, die mit der Pandemie einhergeht, ist verheerend. Sie wirkt sich auf Beschäftigte je nach Bereich unterschiedlich aus. DIE LINKE will verhindern, dass erneut die unteren Schichten die Hauptlast tragen.

Jobcentercall nach Callcenterjob. Millionen stehen vor Arbeitslosigkeit und Absturz.

Erik McLean via Unsplash.com

In den Medien wird viel über die Arbeit im Homeoffice gesprochen. Allerdings ist diese Alternative nur für eine Minderheit von meist besser bezahlten Angestellten möglich. Wer für Unternehmen arbeitet, die heruntergefahren oder geschlossen wurden, muss Lohnverluste durch Kurzarbeitergeld oder Stundenreduzierung hinnehmen. Viele Arbeitsplätze wurden vorerst abgebaut. Besonders betroffen sind Branchen wie Gastronomie oder Reinigung.

Befristet Beschäftigte bangen um die Verlängerung ihrer Verträge und wissen nicht, wie es weitergehen soll. Hart ist es auch für die vielen Minijobber*innen, die kein Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen können. Millionen drohen jetzt in Arbeitslosigkeit und damit (noch tiefer) in die Armut zu rutschen.

Denn die Hartz-IV-Regelsätze reichen nicht zum Leben, besonders für Familien. Die Mehrheit der Bevölkerung verfügt auch nicht über nennenswerte Ersparnisse, auf die man in Krisenzeiten zurückgreifen könnte. Die „untere Hälfte“ der Bevölkerung teilt sich gerade einmal 0,5 Prozent des Gesamtvermögens in Deutschland, während sich der Reichtum in den Händen weniger Superreicher konzentriert.

Während die Einen von Existenzängsten geplagt werden, müssen ihre Kolleg*innen in sogenannten „systemrelevanten Jobs“, also im Gesundheits- und Pflegebereich, in Supermärkten und Drogerien oder in der Paketzustellung und Logistik, mit Stress und Mehrarbeit kämpfen. Hier wird Personal händeringend gesucht. Zwar bekommen sie jetzt überall zu hören, dass sie unverzichtbar seien und die gesamte Gesellschaft von ihnen abhinge. Doch gerade diese Jobs sind in der Regel schlecht bezahlt und beinhalten ein hohes Infektionsrisiko.

DIE LINKE kämpft in der Krise dafür, dass niemand unter die Räder kommt. Wir fordern eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes auf 90 Prozent rückwirkend ab März und eine Krisenzulage von monatlich 500 Euro für Beschäftigte in systemrelevanten Berufen. Außerdem braucht es eine garantierte Lohnfortzahlung für Eltern, die wegen Kita- und Schulschließung zuhause bleiben müssen. Zudem müssen Hartz IV-Regelsatz und Grundsicherung ebenfalls ab März um mindestens 200 Euro im Monat angehoben werden, damit niemand in Armut abrutscht. Kürzungen und Sanktionen müssen verboten werden.

Außerdem fordert DIE LINKE, die Milliarden-Hilfsgelder für Unternehmen an Bedingungen wie Tarifverträge und Kündigungsverbote zu knüpfen. Allen Firmen, die Dividende an ihre Aktionär*innen auszahlen, die eigene Aktien zurückkaufen oder ihren Hauptsitz in Steueroasen haben, müssen Wirtschaftshilfen verwehrt bleiben.

Wie in der letzten Wirtschaftskrise droht, dass Unternehmen und ihre Profite gerettet werden, aber nicht die Menschen. Es geht jetzt darum, zu verhindern, dass die Beschäftigten die Zeche zahlen, während die Reichen immer reicher werden! Im Bündnis mit Gewerkschaften und sozialen Bewegungen wird DIE LINKE gegen eine Bewältigung der Krise auf dem Rücken der Beschäftigten und Erwerbslosen und ihrer Familien kämpfen. Die Reichen müssen für die Kosten von Corona bezahlen, weil sie es einfach verkraften können.

Sorry, there is no ALT-Text for this image yet.

Corona

»Die Corona-App birgt gravierende Datenschutzprobleme«

Das Politmanagement der Pandemie setzt auf rapide Digitalisierung und Kontaktverfolgung via Smartphone. Doch was sind die Risiken der Corona-App?

Sorry, there is no ALT-Text for this image yet.

Corona

»Ich möchte wieder auf den Spielplatz«

Rabea (30) wohnt mit ihrer vier-köpfigen Familie in einer Drei-Zimmer-Wohnung im Harzer Kiez. Trotz der schwierigen Umstände hat sie die Zeit gefunden, neuköllnisch von den Folgen der Corona-Maßnahmen für ihre Kinder zu berichten.

Sorry, there is no ALT-Text for this image yet.

Corona

Wettbewerb statt Verantwortung

In der Corona-Krise zeigt sich die volle Unfähigkeit des Kapitalismus, die drängenden Probleme der Menschheit zu lösen. Vielmehr verhindert die Marktwirtschaft, dass Güter und Dienstleistungen dorthin gelangen, wo sie gebraucht werden.

Sorry, there is no ALT-Text for this image yet.

Corona

Nein, es ist nicht notwendig

In der aufgeheizten Corona-Debatte werden Grundrechtseinschränkungen als notwendiges Übel verkauft. Aber es ist irreführend, Infektionsschutz und Grundrechte gegeneinander auszuspielen. Über die Berliner Corona-Verordnung und autoritäre Logiken.