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Endlich: Kolonialverbrecher Wissmann verschwindet vom Straßenschild

In der Neuköllner BVV wird der gemächliche parlamentarische Prozess durch die ständigen Blockaden der AfD noch weiter verzögert. So hat es mehr als drei Jahre gedauert, einen Antrag für die Umbenennung der Wissmannstraße auf die Zielgerade seiner Umsetzung zu bringen. Der deutsche Kolonialverbrecher Wissmann ließ Ende des 19. Jahrhunderts im damaligen Deutsch-Ostafrika – heute Tansania, Burundi und Ruanda – die einheimische Bevölkerung massakrieren, als sie sich gegen die Kolonialherrschaft zur Wehr setze. Dafür wurde (nicht nur in Neukölln) eine Straße nach ihm benannt. Und das soll sich jetzt ändern. Neuköllner*innen können noch bis zum 26. Juli Vorschläge für eine Umbenennung an das Bezirksamt schicken. Bevorzugt werden Namensgeber*innen, die Widerstand gegen Kolonialmächte oder Rassismus geleistet haben oder Neuköllner*innen, die sich im Bezirk besonders verdient gemacht haben.